Gestern war der erste Online Marketing Stammtisch der Xing Gruppe OSM – Online Stammtisch München, unter der Regie der neuen Mediengesellschaft Ulm. Generell erst einmal sehr vielversprechend. So war dieser Stammtisch auch ausnahmslos ausgebucht, zumindest was die Einladungslisten angeht. Auch die Organisation mit drei Registrierungscountern, an welchen das Namensschild abgeholt werden konnte war sehr professionell und hinterließ den Eindruck: das sollte eine Veranstaltung der Extraklasse werden. Da wurden die 10€ Eintritt in die legendäre P1 BAR, welche normalerweise keinen Eintritt kostet und sich dies entsprechend in den Getränkepreisen doppelt und dreifach zurückzahlen lässt, gerne hingenommen. Aus ehemaligen Veranstaltungen in selber Location kennt man das ja schon, doch waren hier dann auch immer noch Fingerfood, Pizza und ein Welcome Drink inklusive. Das klingt erst einmal nach gewisser Art Geiz, sollte hier jedoch nur ein Hinweis zu vergleichbaren Veranstaltungen sein. Denn trotz schwäbischer Ader und der klassischen performance Ansicht sind wir doch immer gerne bereit dies auch in finanzieller Hinsicht zu huldigen.
Doch der Reihe nach: pünktlich zum Start anwesend freuten wir uns auf eine tolle Location, jede Menge Spass, tolle Gespräche und das Knüpfen neuer Kontakte. Leider sollte diese Vorfreude nicht erfüllt werden. Die ausgebuchte Veranstaltung verlief ein wenig im Sande. Das P1 hatte für die Veranstaltung einen Teil der P1 BAR mit Vorhang abgetrennt, welches die Absperrung zur normalen „P1 SKY BAR“ – dem Fussball-Public-Viewing-Tempel in München – darstellte. Sprich es waren auch jede Menge nicht-onliner anwesend, was aber nicht wirklich störend war. Störend war eher die Tatsache das in dem Separée keinerlei Stimmung aufkam. Auch schien die Veranstaltung nicht ganz so gut besucht wie angepriesen. Ein Großteil hielt sich lediglich auf dem „Vorhof“ beim Rauchen auf und im besagten Veranstaltungsraum splitteten sich die Leute in Fussballfans, welche es vorzogen, die Spiele in der Skylounge zu verfolgen und die Tapferen, die mit alten Bekannten Grüppchenbildung am Tresen vornahmen. So fehlte doch der eigentliche Gedanke des Networkings, was dazu führte, dass die Veranstaltung sich ziemlich früh auflöste.
Fazit: Es kann beim nächsten Mal nur besser werden. Vielleicht sollte jedoch nochmals die Wahl der Location überdacht werden. Dennoch sollte beachtet werden: auch die hippeste, tollste Umgebung bringt nichts, wenn das drum herum nicht wirklich stimmt und ausgelassenes Networking – wie wir es von anderen Stammtischen kennen – nicht zulässt.